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Hydra
Unterwegs auf Hydra
Inhaltsverzeichnis
Karte der Insel Hydra
Vorwort...
Ein Wort an Hydras Kurzzeitbesucher
WANDERWEG  1
Herrenhäuser, „archontika”
Ausgrabungen in Chorisa
Die Seefahrer von Hydra
WANDERWEG  2
Koula erzählt über ihr Leben als Hirtin
WANDERWEG  3
Aus dem Leben eines Tischlers von Hydra
Ein Rezept für „Fava”
WANDERWEG  4
WANDERWEG  5
Giorgos, der Steinmetz
WANDERWEG  6
Das Kloster der Gottesgebärerin („Theotokou”)
Die „Albaner” auf Hydra
WANDERWEG  7
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Iannis Gavalas über die Besonderheit von Vlychos und Episkopi
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Die Drioper
Das Fest des Blühenden Mandelbaums
Lied des Blühenden Mandelbaums
WANDERWEG  10
„Kyria Maria von den Kerzen”
Iannis Gavalas über das Leben des Eselstreibers
WANDERWEG  11
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Tassos und das Meer
Das Buch
Anna Barry
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Ausgrabungen in Chorisa

Hügel Chorisa mit Blick auf die Peloponnes.
Chorisa ist der Ort einer prähistorischen Siedlung, deren Spuren auf dem Hügel nahe Vlychos gefunden wurden. Das arvanitische Wort „Chorisa” bedeutet „kleines Dorf”. Ausgrabungen und archäologische Forschungen sind im Archiv der „Ökologischen Vereinigung Hydras” dokumentiert. Der Wanderer, der Chorisa besucht, wird ein scharfes Auge und viel Vorstellungskraft benötigen, um die Überreste einer Mykenischen Bastion auszumachen: heute sind nur das Fundament und der Eingang der Nordpforte übrig. Im Südosten gibt es ein höhlenartiges Versteck, dessen Tiefe noch nicht erkundet ist. Hier soll der Schatz der samiotischen Piraten vergraben gewesen sein. Auf dem Gebiet der Festung befindet sich ein tiefer, natürlicher Brunnen, von einem großen, dreieckigen Stein bedeckt. In der Umgebung sind zahlreiche Keramikfunde gemacht worden; Werkzeug aus Obsidian deutet auf die Besiedlung von Hydra durch die Drioper (um 2000 v.C.) hin. Es gibt auch Hinweise auf die Besetzung der Bastion Chorisa im 7. Jahrhundert n.C. durch Piraten, die von der Insel Samos vor dem Tyrannen Polycrates geflohen waren. Da diese ehemaligen Samioten die Handelsschiffe anderer Inseln, besonders derer von Ägina, bedrohten und ausraubten, folgte ein Krieg zwischen den Samioten von Chorisa und den Äginoten. Die entscheidende
Seeschlacht fand vor Chorisa statt: den Äginoten gelang es, die samiotischen Piraten für immer zu vertreiben und deren Festung auf Chorisa zu zerstören. Der Reiseschriftsteller Pausanias meint, die samiotischen Siedler, die aus einem quellenreichen Dorf auf Samos stammten, hätten ihre neue Heimat nach ihrem alten Dorf „Hydroussa” benannt. Dieser Name habe sich mit der Zeit über „Hydrea” zu „Hydra” abgewandelt. Anderen Quellen zufolge soll sich Hydras Name auf das Profil der Insel beziehen, das von fern dem Kopf der berüchtigten Schlange ähnelt.

Kulturelle Zusammenhänge zwischen der mykenischen Kultur des griechischen Festlands und der von Hydra kann man aus antiken Texten entnehmen: in der „Ilias” wird von Agamemnon als dem „Herrscher über Argos und viele Inseln” gesprochen; die geographische Nähe Hydras zu Argos legt nahe, daß auch Hydra dazugehörte.

Diomidis, ein vertrauter Freund und Oberbefehlshaber von Agamemnon, war als Pferdeliebhaber bekannt. Aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit bot Hydra von jeher gute Voraussetzungen für die Aufzucht von Pferden; in der Umgebung von Chorisa wurden in Felsspalten mehrere Gräber mit Überresten von Pferdeknochen entdeckt. Hydras Nähe zur gegenüberliegenden, alten Hafenstadt Hermioni ergibt einen weiteren möglichen Zusammenhang mit Mykene: Hermioni wurde benannt nach der Tochter von Menelaos und der berühmtem „Schönen Helena”.




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