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Hydra
Unterwegs auf Hydra
Inhaltsverzeichnis
Karte der Insel Hydra
Vorwort...
Ein Wort an Hydras Kurzzeitbesucher
WANDERWEG  1
Herrenhäuser, „archontika”
Ausgrabungen in Chorisa
Die Seefahrer von Hydra
WANDERWEG  2
Koula erzählt über ihr Leben als Hirtin
WANDERWEG  3
Aus dem Leben eines Tischlers von Hydra
Ein Rezept für „Fava”
WANDERWEG  4
WANDERWEG  5
Giorgos, der Steinmetz
WANDERWEG  6
Das Kloster der Gottesgebärerin („Theotokou”)
Die „Albaner” auf Hydra
WANDERWEG  7
WANDERWEG  8
Iannis Gavalas über die Besonderheit von Vlychos und Episkopi
WANDERWEG  9
Die Drioper
Das Fest des Blühenden Mandelbaums
Lied des Blühenden Mandelbaums
WANDERWEG  10
„Kyria Maria von den Kerzen”
Iannis Gavalas über das Leben des Eselstreibers
WANDERWEG  11
WANDERWEG  12
Tassos und das Meer
Das Buch
Anna Barry
Kontakt

Die Seefahrer von Hydra
Bei näherer Betrachtung hat fast jeder Hydriote eine Zeit seines Lebens auf See verbracht, als „navtikos”. Hydras Geschichte erzählt vom überwältigenden Einfluß des Meeres auf den Charakter dieser Insel und ihrer Bewohner. Da es an fruchtbarem Boden und an Süßwasser mangelt, mußten die Hydrioten schon immer ihren Lebensunterhalt auf See verdienen.

Iannis Gavalas fuhr 12 Jahre lang als Kapitän der griechischen Handelsflotte, anschließend lehrte er als Professor an der berühmten Marineakademie von Hydra. Nach seiner Erfahrung hat der Seemann ein schwieriges, bedrohtes Leben, zusätzlich erschwert durch die langen Trennungen von Familie und Heimat. Seeleute müssen sich oft auf über ein Jahr dauernde Reisen um die ganze Welt einstellen.

Auf Hydra sind Schiffe und Boote aller Art ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens: Im Sommer wimmelt es im Hafen von Seglern und Yachten, zusätzlich zu den Fischern von Hydra und den Shuttle-Booten zu den verschiedenen Stränden, den Linienschiffen, Tagesausflugs-Chartern, Kreuzfahrtschiffen und Tragflächenbooten.


Pan, der berühmte Hafenmeister von Hydra

Platz ist knapp: deswegen ist der „Hafenmeister” die Schlüsselfigur. Seit vielen Jahren versieht „Pan” diesen Dienst; als „Maskottchen vom Hafen” kümmert er sich um die Neuankömmlinge, er sorgt für Wasser, Elektrizität, medizinische Betreuung, Informationen... er hilft beim Manövrieren, und,sollte je ein Anker verloren gehen: Pan wird ihn sicher finden!

Die Hafenpolizei ist für das Kontrollieren der Papiere zuständig. Fremde Boote brauchen im Hafen keine Gebühr zu bezahlen; es geht nach dem Motto: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”.

Bei der Einfahrt in den Hafen fällt ein herrschaftliches Gebäude an der Ostseite auf, am Hang über dem Anlegeplatz der Tragflächenboote: das ehemalige „archontiko” des reichen Reeders Dimitris Tsamados. 1930 wurde dies Haus dem griechischen Staat vermacht auf Betreiben der Reeder Koulouris und Gkikas, um von nun an die berühmte, traditionsreiche Marineakademie von Hydra zu beherbergen. Diese Seefahrtsschule, die 1749 gegründet wurde und sich in Kamini befand, war eine private Initiative gewesen. 1930 wurde sie zu einer öffentlichen Institution unter der Aufsicht des griechischen Marineministeriums. Diese Handelsmarine-Akademie von Hydra gilt als eine der besten ihrer Art in Griechenland: Das vierjährige Studium stellt hohe Anforderungen und umfaßt Praxis und Theorie der Seefahrt in all ihren Aspekten, einschließlich Astronomie und Meteorologie, Gebrauch von Meßinstrumenten und Mechanik, Morsezeichen und eine Basisausbildung in Medizin. Obwohl dies nicht bekannt gemacht wird, ist die Seefahrtsschule auch ein Museum: der interessierte Besucher kann die imposanten Stufen beim Dock hinaufsteigen und das ehrwürdige Gebäude und seine Sammlung an nautischen Memorabilia erkunden.




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